Wofür brauchen wir sie?

Vogesenrind. Foto: Gut Lindenhof (RU)

Lieber Bunt als Schwarzbunt!!!

Alte Haustierrassen bieten eine wichtige genetische Ressource. Sie sind meist lokal verbreitet und deshalb besonders an die dortigen Lebensverhältnisse angepasst. So können z.B. alte Rinderrassen wie das Limpurger Rind auch auf kargen Böden leben und geben dennoch Milch. Das heute von den meisten Landwirten gehaltene schwarzbunte Fleckvieh ist hingegen auf etxreme Milchleistung hin gezüchtet und benötigt zusätzliches Kraftfutter und Medikamente. Außerdem ist es anfälliger gegen Krankheiten, vor allem bei ungünstige Lebensbedingungen, als die alten Rinderrassen.

Sterben die alten Haustierrassen aus, gehen alle ihre Eigenschaften (festlegt in den Genen) für immer verloren. Der steigend Bedarf an Fleisch und anderen tierischen Produkten kann dann nur durch noch intensivere Nutztierhaltung gedeckt werden, wobei diese Form der industirellen Landwirtschaft (z.B. in Legebatterien) immer zu Lasten der Tiere geht. Eine extensive Landwirtschaft, d.h. wenig Tiere auf Freiflächen (z.B. Weiden) ist nur mit den alten Rassen möglich, da nur diese auch ohne Kraftfutter und zusätzliche Medikamente auskommen.

Für eine artgerechte Haltung von Nutztieren sind die alten Rassen unverzichtbar, die lokale Haltung und Nutzung trägt dabei auch zum Klimaschutz bei, da lange Transportwege entfallen.

 

Vorzüge alter Haustierrassen:

  • Genügsamkeit
  • Langlebigkeit
  • hohe Fruchtbarkeit
  • keine Krankheitsanfälligkeit
  • angepasst an den lokalen Standort
  • hohe Qualität der Produkte

 

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